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11. Oktober 2002 |
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Bewerber und ListenAn die Stadt Traunstein - Agenda-Koordination Rathaus Frau Barbara Rassek Stadtplatz 39 83278 Traunstein 11.10.2002 Betreff: Agenda/Wohnen in Traunstein Sehr geehrte Frau Rassek, gestern hat mich ein Traunsteiner Bürger und Teilnehmer bei den Agenda-Haushalten angerufen. Er hat mir berichtet, er habe sich bei Herrn Gmeindl in die Liste der Interessenten für ein Baugrundstück in Geißing eintragen lassen. Weiter hat mir der Anrufer erklärt, was er und seine Familie und auch eine mit ihnen befreundete Familie an Wünschen für ihr neues Wohnhaus und die Umgebung der Wohnung haben. Sie wünschen sich eine dichte Bebauung mit hoher Aufenthaltsqualität. Sie möchten, dass die Siedlung soziales Leben begünstigt, auch durch eine Identität stiftende Siedlungsform und gemeinschaftliche Einrichtungen. Sie möchten ihre Interessen schon bei der Bauleitplanung einbringen und verwirklicht sehen, ähnlich wie es in Altötting bei dem Grundstück der Englischen Fräulein mit großem Erfolg praktiziert worden ist. Sie möchten eine kostengünstige Bauweise und eine gute Anbindung an Infrastruktur und kulturelle Einrichtungen. Sie möchten, dass die Grundlagen der Ökologie respektiert werden und die Leitsätze der Traunsteiner Agenda 21 in die Praxis umgesetzt werden. Die Siedlungsformen, die bisher in Traunstein realisiert worden sind, lehnen sie weitgehend ab.Nun steht diese Familie also auf der Liste der Bewerber für ein Grundstück in Geißing. Zusammen mit etwa 200 weiteren Familien, die genau wie diese Familie ein eigenes Haus mit Garten haben möchten. Wir haben in den Agenda-Arbeitskreisen schon viel über die Siedlungsplanung diskutiert. Es gibt unter uns einen weitreichenden Konsens hinsichtlich der Gestaltungselemente ökologisch, ökonomisch und sozial sinnvoller Siedlungsplanung. Unser Standpunkt ist in der Politik und der Stadtverwaltung bekannt, zumindest denjenigen, die ihn zur Kenntnis nehmen wollen oder können. In Gesprächen mit Mitgliedern der maßgebenden Parteien höre ich immer wieder, es gebe keinen Markt für Wohnhäuser und Siedlungen, die unseren, bzw. meinen, Vorstellungen entsprechen. Dagegen gebe es eine Liste von über 200 Familien, die ein freistehendes Einfamilienhaus der konventionellen Machart wünschten und auch die hohen Preise zu bezahlen bereit seien. Ich selbst stehe auf der besagten Liste. Der Anrufer von gestern abend steht auch darauf. Und ich weiß noch von einigen Anderen, die darauf stehen und alles andere als eine typische sogenannte ländliche Streusiedlung als Wohnumfeld bevorzugen und die hohen Preise bezahlen können oder wollen. Wie kann es kommen, dass diese Bewerberliste als Argument zur Abwehr der berechtigten Ansprüche derer hergenommen wird, die auf dieser Liste stehen? Warum beeilt sich die Stadt, planerische und bauliche Sachzwänge zu schaffen, bevor die Betroffenen zu Wort gekommen sind? Mein Vorschlag zur Behebung des Mangels: 1. Der Arbeitskreis Siedlungsökologie möge seine Vorstellungen zu einer geordneten städtebaulichen Entwicklung und die sozialgerechte Bodennutzung zum Wohl der Allgemeinheit und der Umwelt, insbesondere in Geißing, schriftlich festhalten. 2. Allen Bauinteressenten in Traunstein wird diese Ausarbeitung zugänglich gemacht. Den Bewerbern, die auf der genannten Liste verzeichnet sind, wird der Text zugestellt zusammen mit der Bitte, Stellung zu nehmen. 3. Alle Bewerber und weitere Interessierte erhalten die Möglichkeit, ein Votum für die persönlich bevorzugte Wohnform abzugeben. Und zwar mit Angaben über die Kosten und die Größe der Wohnung oder des Hauses, die Lage, Ausstattung und Gestalt der Wohnumgebung. Mit freundlichen Grüßen Thomas P. Bittner *** |
Übersicht Feindbilder...
Gentechnikfreies Futter
Lidl-isierung der Gesellschaft
Regionales Brot und Saatgut
Biobauern in Manholding
Abriss des Stadtschlössls
Vernichtung städtischen Kultur-Erbes
all you need is fasten essen
Bebauungsplan Geißing
Ein Tritt frei
Ruhe in der Stadt
Bewerber und Listen
Agenda 21 - Frust in Traunstein
Neubaugebiet Geißing
Wahlen
Anrufbus für den Chiemgau
Beschleunigung des Agenda-Prozesses in Traunstein
Biomasse Traunstein
Tempo 30
Kein Recht auf Faulheit
Mit den Augen eines Autofahrers
Rad weg!
Gaunerzinken
Bayerns Verfassung
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